DKP Nordbayern

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Aktionen

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Kein Werben fürs Sterben

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Kein Werben fürs Sterben

SDAJ-Protest gegen Bundeswehr

Nicht ungestört blieb der Messestand der Bundeswehr auf der diesjährigen Abimesse "Einstieg" am 20. und 21. November 2009 in den Hallen des OCE in Poing. Gegen die Präsenz des Werbestandes der Bundeswehr protestierten Mitglieder der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend SDAJ unmittelbar vor dem Stand mit einem Transparent.

Die originelle Aktion, die auf Zustimmung der jugendlichen Messebesucher stieß, wurde zügig vom Wachschutz beendet, die Beteiligten erhielten einen Platzverweis.

Am Eingang zur Messe, wo bereits die "BürgerInnen gegen den Krieg - Landkreis Ebersberg" mit einem Informationsstand und Flugblattaktion gegen die Bundeswehrpräsenz auf der Messe und gegen den völkerrechtswidrigen Afghanistaneinsatz mobil machten, setzte die SDAJ ihre Aktion fort.

 

Öffentlicher Aufschrei der Quelle und Primondo Beschäftigten

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Öffentlicher Aufschrei der Quelle und Primondo Beschäftigten

Wir klagen an:

Dass 2000 unserer Kolleginnen und Kollegen nach jahrzehntelanger guter Arbeit letzten Freitag von Jetzt auf Gleich „freigestellt“ und ihre Menschenwürde mit Füßen getreten wurde

Dass uns durch den Insolvenzverwalter noch Hoffnungen auf eine Zukunft gemacht wurden, die ganz offensichtlich nie realistisch waren. Bei vielen entsteht der Eindruck, das Aus für Quelle war geplant, um durch den Verkauf der Filetstücke mehr Geld für die Gläubiger zu machen

Dass Politiker, wie der bayerische Wirtschaftsminister Zeil und der ehemalige Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg, die Quelle schon vor der Insolvenz todgeredet haben und mitverantwortlich sind für die lange Verzögerung der Auslieferung des Katalogs und somit für das Aus der Quelle

Dass aus „unserer Quelle“, dem größten Versandhaus Europas, auf das wir einst so stolz waren, Manager über Jahre hinweg das Unternehmen in den Ruin getrieben und somit die Existenz von Tausenden von Kollegen/innen und ihrer Familien zerstört haben

Eine Wirtschaftsordnung, in der Manager für Versagen noch Millionen erhalten und ausschließlich die Beschäftigten die Risiken tragen

Ein Insolvenzrecht, welches die Interessen der Banken und sonstigen Gläubiger vor denen der Beschäftigten setzt


Wir fordern und erwarten:

dass die bayerische Staatsregierung, aber auch die Bundesregierung ausreichend Mittel für ein arbeitsmarktpolitisches „Sofortprogramm“ zur Verfügung stellt, welches die Chancen erhöht, dass unsere Kollegen/innen bald wieder einen Arbeitsplatz finden
dass es darüber hinaus ein Strukturprogramm für die Städte Nürnberg und Fürth durch die bayerische Staatsregierung gibt

Und wir bedanken uns:

für die breite Unterstützung und Solidarität vieler in dieser Region und bitten alle auch um diese in den nächsten Wochen und Monaten

 

DGB Mittelfranken - ver.di

oeffentlicher-aufschrei-4.11..doc

 

Öffentlicher Aufschrei der Quelle und Primondo Beschäftigten am 4 November um 12 00 Uhr

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Liebe Kolleginnen und Kollegen,

rund 2000 Beschäftigte bei Quelle wurden am vergangenen Freitag "freigestellt". Der aktuell traurige Höhepunkt der Quelle Insolvenz.  Was folgt nun? Wie lange werden die verblieben Kolleginnen und Kollegen noch mit dem "Ausverkauf" des Unternehmens beschäftigt sein, welche Zukunft gibt es für sie und die anderen Beschäftigten aus dem Primondo Bereich (u.a. Profectis)? Fragen, die dringend Antworten erfordern.

Die Quelle - Krise trifft die Region in einem gewaltigen Ausmaß. Besonders betroffen sind die Städte Nürnberg und Fürth.
Am kommenden Mittwoch findet daher ein "Öffentlicher Aufschrei der Quelle und Primondo Beschäftigten statt.

Wir alle können dazu beitragen, dass dieser "Aufschrei" wahrgenommen wird, dass die politisch Verantwortlichen in München und Berlin schnelle und unbürokratische Hilfen zusichern, damit  sich die Chancen der betroffenen Menschen erhöhen bald wieder eine Beschäftigung zu erhalten.

Zeigen wir Solidarität und gehen wir mit den Quelle und Primondo Beschäftigten am kommenden Mittwoch um 12.00 Uhr auf die Straße.


Treffpunkt:

12:00 Uhr

Fürther Str 205

U-Bahn Eberhardshof


Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Göppner
Bezirksgeschäftsführer
ver.di Bezirk Mittelfranken

 

Sozialticket-Demos in Nürnberg, Fürth und Erlangen

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Aktionstag für Mobilität

Sozialticket-Demos in Nürnberg, Fürth und Erlangen


In Nürnberg, Fürth und Erlangen demonstrierten am 10. Oktober Hunderte Menschen für ein Sozialticket im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN). Das Bündnis Sozialticket und 80 weitere Organisationen, Initiativen, Parteien und Einzelpersonen hatten unter dem Motto "Mobilität für Alle! Busse und Bahnen müssen für alle fahren, nicht nur für die, die es sich leisten können! Sozialticket jetzt!" zu einem Aktionstag aufgerufen. An der Nürnberger Demonstration nahmen etwa 500 Menschen teil, in Fürth waren es 250 und in Erlangen gingen rund 100 Sozialticket-BefürworterInnen auf die Straße.

Fahrt zum Nulltarif nach Fürth

Nach dem Ende der Demonstrationen in Nürnberg und Erlangen fuhren die TeilnehmerInnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Abschlussdemonstration nach Fürth. Viele nutzten die Gelegenheit, um auszuprobieren, wie es ist, zum Nulltarif zu fahren. "Die Fahrt ohne Ticket war für viele ein spontaner Entschluss, um mit einem Akt des bewussten Regelverstoßes auf die Notwendigkeit unbeschränkter Mobilität hinzuweisen", so Christian Hartmann, ein Sprecher des Bündnis Sozialticket. Faktisch bliebe vielen Menschen auch
nichts anderes übrig, denn die ständig steigenden Fahrpreise im VGN können sich immer weniger Menschen leisten, so Hartmann weiter. Für die drei Demonstrationen war es dem Bündnis gelungen, namhafte RednerInnen zu gewinnen, die sich in ihren Beiträgen der Forderung nach einem Sozialticket anschlossen. Unter anderem sprachen Ulli Schneeweiß, stellvertretender Geschäftsführer und Rechtssekretär von ver.di Nürnberg, Elisabeth Ramthun vom Sozialforum Nürnberg, Georg Dittrich, katholischer Dekan in Fürth, Fabian Moser vom AstA der Georg-Simon-Hochschule Nürnberg, Uwe Kekeritz, MdB für Bündnis 90/Die Grünen Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Eylem Gün, Stadträtin für die Linke Liste in Nürnberg und Julius Schöberl von derorganisierten autonomie (OA).

Seit März 2009 ist das Bündnis Sozialticket in Nürnberg, Fürth und Erlangen aktiv und fordert kurzfristig ein Sozialticket ohne Ausschlusszeiten für 11,23 Euro im Monat für ALG-II-EmpfängerInnen, für Menschen mit so genannten Niedriglohn-Jobs, für arme SchülerInnen, StudentInnen, arme RentnerInnen, für Flüchtlinge, Alleinerziehende und andere. Für diese Forderung hat das Bündnis schon 11 500 Unterschriften gesammelt.

Das Bündnis Sozialticket wertete die Demonstrationen als großen Erfolg und gelungenen Ausdruck des Kampfes für ein Sozialticket. "Wir werden so lange weiter aktiv sein, bis wir unsere Forderungen durchgesetzt haben. Dass Menschen von der Mobilität ausgeschlossen sind, ist ein Skandal, der nicht hinnehmbar ist."

Bilder dieser aktion sind unter http://kommunisten.eu zu finden

 

Jetzt erst recht! „Unruhe stiften“ gegen Schwarz-Gelb!

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450 Künstler in Deutschland rufen auf:

Jetzt erst recht! „Unruhe stiften“ gegen Schwarz-Gelb!



Noch sind die Koalitionsverhandlungen der neugewählten Bundesregierung nicht abgeschlossen. Aber die Konturen der Weichenstellung in Richtung eines weiteren sozialen Kahlschlages sind schon jetzt absehbar.

Gegen eine solche Politik sagen über 450 KünstlerInnen und Kulturschaffende in Deutschland entschieden NEIN!
Seit Anfang Juli gibt es den bundesweiten Künstleraufruf www.unruhestiften.de. Es ist ein Aufruf gegen rechts, gegen die Abwälzung der Krisenfolgen und für die Umverteilung von oben nach unten, gegen die Kriegspolitik der Bundesregierung. Er knüpft an die bei vielen Menschen im Land vorhandene Grundstimmung an, daß für gesellschaftliche Veränderungen alles andere gebraucht wird als Ruhe.

Gegen die konkret drohende weitere Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung heißt es in dem Aufruf:

Unruhe für soziale Umverteilung und soziale Gerechtigkeit

Unruhe gegen ein Deutschland der sozialen Eiszeit

Ein Gesellschaftssystem, in dem Wertpapiere und Profitoptionen als systemrelevant vergötzt werden, untergräbt die Wurzeln menschlichen und kulturellen Reichtums. Wir fordern soziale Schutzschirme für Menschen anstelle der Fortsetzung der Verarmungspraxis durch Hartz IV. Wir wehren uns gegen die einseitigen Subventionen von Banken und Unternehmen einerseits - und das "Im-Regen-stehen-Lassen" von Belegschaften und Beschäftigten andererseits. Wir fordern, daß Reichtum von oben nach unten umverteilt wird! Wir wenden uns gegen das weitere Zerschlagen sozialer Sicherungen und Einrichtungen - und gegen Privatisierungen im Öffentlichen Dienst.

An bundesweit namhaften KünstlerInnen haben den Aufruf bis jetzt Dieter Hildebrandt, Sonja Kehler, Lydie Auvray, Dietrich Kittner, Erich Schaffner, Dieter Dehm, Bernd Köhler, der Ernst-Busch-Chor Berlin, Elfriede Brüning, Die Bösen Mädchen, Rotdorn, Klaus der Geiger, Habib Bektas, die Microphone Mafia und viele andere unterstützt.

Auch die Bandbreite der Genres der unterzeichnenden KünstlerInnen wird ständig vielfältiger: Schriftsteller, Rock- und Bluesbands, Liedermacher, Kunstmaler, Kulturvereinigungen, Märchenkutschen, Galeristen, Whiskeybotschafter, Journalisten, Theatergruppen, Chöre, Bücherstuben, Verlage, Silberschmiede, Fotografen, Stahlbildhauer, Atelierbesitzer, Folkgruppen, Satirezeitungen, Web-Designer, Gewerkschaftsfachgruppen, Musiker, Kunstbahnhöfe, Zauberkünstler, Tangotänzer, Schauspieler, Kabarettisten, Fachverbände für Trauerkultur...

Mit dem Projekt „Unruhe stiften“ entsteht somit ein neues breites und interessantes Netzwerk linker Kulturschaffender in Deutschland. Die KünstlerInnen, die diesen Aufruf unterstützen, stehen für linke Inhalte: Und für die Stiftung von Unruhe! Sie unterstützen in ihrem Wirkungsumfeld Bewegungen, Aktionen und Veranstaltungen zu den Inhalten des Aufrufes. Die Unterschriftensammlung geht zeitlich unbegrenzt weiter. Die InitiatorInnen sind zuversichtlich, daß es nicht beim Aufruf bleibt. Ende August 2009 fand in Kiel bereits eine erste Kulturveranstaltung unter dem Motto „Unruhe stiften“ mit 80 Teilnehmern statt.

 

10-10-09-pressemitteilung_-_unruhe-gegen-schwarz-gelb-2.pdf